Unsere Zukunft

Top-Arbeitgeber – Arbeitswelt – Nachhaltigkeit

27. Dezember 2023 erschienen in Süddeutsche Zeitung

Zeit für Veränderungen

Die Sorgen sind groß: Der demografische Wandel gefährdet unseren Wohlstand, die Erderwärmung bedroht unsere Lebensgrundlagen, die Zahl der Kriege steigt. Kein Wunder, wenn wir uns Gedanken um unsere Zukunft machen. Gerade in Deutschland wirft die ökonomische Entwicklung Fragen auf: Wie kann unsere Wirtschaft wieder wachsen? Haben wir die Kraft, dem Klimawandel wirksam beizukommen?

Dabei rückt der Begriff der „Arbeit“ in den Fokus der Diskussionen – mit einer unverkennbaren Ambivalenz. Einerseits ist uns bewusst, dass wir uns das hohe Wohlstandsniveau hart erarbeitet haben. Andererseits verändert sich die Arbeitswelt radikal. Die Digitalisierung treibt die Produktivität, schafft neue Berufe und macht alte Jobprofile obsolet. Der Fachkräftemangel bewirkt zudem eine Machtverschiebung auf dem Arbeitsmarkt. Unternehmen bewerben sich bei uns. Mitarbeitende haben die Wahl und gute Chancen, bessere Arbeitsbedingungen auszuhandeln. Im Gegensatz zu früheren Generationen haben wir die Möglichkeit, unsere Work-Life-Balance zu optimieren.

Ist das so? Können wir es uns leisten, entspannter arbeiten zu wollen, wenn doch gleichzeitig die Zahl der Menschen, die am Erwerbsleben teilhaben, im Zuge der demografischen Entwicklung schrumpft? Brauchen wir nicht deutlich mehr Ressourcen, wenn die Folgen des Klimawandels stetig schwerer auf uns lasten?

Mit den Problemen sind wir in Deutschland nicht allein. Einen demografischen Wandel müssen viele Volkswirtschaften bewältigen. Global treibt diese Herausforderung die Automatisierung – als einen Lösungsansatz – voran. Neue Technologien prägen mehr und mehr die Arbeitswelt. Der „Future of Jobs“-Report des Weltwirtschaftsforums beschreibt die Ergebnisse einer Befragung von 803 Unternehmen aus 27 Branchen in 45 Ländern, die insgesamt elf Millionen Menschen beschäftigen. Neue Technologien und die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen sind demzufolge die größten Treiber von Veränderungen. Dem Report zufolge werden 34 Prozent der geschäftsbezogenen Aufgaben bereits von Maschinen erledigt. In vier Jahren soll dieser Anteil auf 42 Prozent anwachsen. Technologien wie Künstliche Intelligenz, Big Data und Cloud Computing werden den größten Einfluss auf die Neugestaltung der Arbeitswelt haben, erklären 85 Prozent der Unternehmen. Analytisches und kreatives Denken gelten aktuell als die wichtigsten Fähigkeiten von Arbeitnehmenden.

Arbeitnehmende formulieren heute aber auch viel selbstbewusster ihre Bedürfnisse. Ihr Ziel: Sie wollen unter besseren Arbeitsbedingungen mehr für eine bessere Welt erreichen. Die Unzufriedenheit mit den herrschenden Verhältnissen in den Unternehmen ist oftmals groß. Im Zeitgeist liegen Begriffe wie „Great Resignation“ oder „Big Quit“, die von diesem Verdruss zeugen. „Climate Quitting“, die Kündigung aus ökologischen Gründen, und „Passion Economy“, die Orientierung hin zu sinnstiftender Arbeit, weisen den Weg und setzen Unternehmen unter Druck. Und das ist gut so. Mit unserer Arbeit können wir die Zukunft gestalten. Packen wir’s an: In dieser Ausgabe finden Sie hoffentlich viele wertvolle Gedanken zu „unserer Zukunft“.

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