Mehr Geld schafft nicht automatisch Mehrwert
Unternehmen investieren so viel wie nie zuvor in Cloud, Software und Künstliche Intelligenz. Doch der geschäftliche Nutzen bleibt noch oft hinter den Erwartungen zurück. Der Grund liegt weniger in der Informationstechnologie (IT) als in ihrem Einsatz: Nicht die Technologie definiert die Möglichkeiten. Entscheidend ist, wie Unternehmen geeignete Lösungen auswählen, integrieren und weiterentwickeln.
IT ist längst mehr als die unterstützende Infrastruktur, mit der wir Dokumente erstellen und speichern, Mails schreiben oder uns in Videocalls treffen. In einer digitalen Wirtschaft wird sie zum strategischen Faktor, vergleichbar mit Energie oder Kapital. Sie bestimmt, wie schnell Unternehmen Innovationen realisieren, wie effizient sie arbeiten und wie zukunftsfähig ihre Geschäftsmodelle sind.
Neue Anforderungen an den Einkauf
Klassische Einkaufsverfahren kommen beim Einkauf von Cloud, Tokens und Co. schnell an ihre Grenzen. Ein reiner Fokus auf Kostenoptimierung oder einzelne Produkte greift zu kurz. Stattdessen müssen Einkaufsteams den IT-Einkauf so aufstellen, dass er die Basis für eine nachhaltige Wertschöpfung schafft.
Noch ist das für viele Neuland. Entscheidend ist, Verträge, Nutzungsdaten und Abhängigkeiten ganzheitlich zu verstehen, um die richtigen Lösungen auszuwählen. Einkauf, IT und Fachbereiche müssen eng zusammenarbeiten, damit es gelingt die optimale Technologie auszuwählen. Auch müssen die erschaffenen Strukturen flexibel sein, damit künftige Weiterentwicklungen sinnvoll adaptiert werden können.
Dazu gehören auch die Potenziale von Künstlicher Intelligenz (KI). Hier muss der Einkauf schnell handeln, damit IT-Dienstleister die Einsparungen, die durch den Einsatz von (Generativer) KI entstehen, weitergeben. Aktuell sehen wir im Markt Effizienzgewinne im zweistelligen Prozentbereich. Werden diese weder bei bestehenden Partnerschaften eingefordert noch in neue Verträge integriert, verbleiben sie komplett beim Anbieter.
Vom Lieferantenmanagement zum Technologie-Ökosystem
Allein dieses Beispiel zeigt, welch ein komplexes Umfeld IT-Märkte für Einkäufer sind. Um bedarfsgerechte Lösungen zu bekommen und Lock-In-Effekte zu vermeiden, müssen Unternehmen ihre Dienstleisterstrategie neu ausrichten. An die Stelle klassischer Dienstleisterbeziehungen treten strategische Partnerschaften. Ziel ist der Aufbau eines leistungsfähigen IT-Ökosystems, das Innovation ermöglicht und Weiterentwicklung unterstützt. Erfahrungsgemäß lassen sich auch große Anbieter zu einer Kooperation überzeugen. Denn dadurch bekommen sie tiefe Einblicke in die konkrete Praxis und können ihrerseits Wettbewerbsvorteile entwickeln.
Wettbewerbsvorteil durch gezielte Steuerung
Unternehmen, die IT systematisch steuern, schaffen messbaren Mehrwert: Strukturierte Zusammenarbeit mit Technologiepartnern verkürzt Entwicklungszeiten signifikant. Eine konsequente Steuerung von Cloud-, Software- und Token-Nutzung schafft finanzielle Spielräume für neue Investitionen und gleichzeitig Raum für weiteres Wachstum. Eine klare Governance reduziert Sicherheitsrisiken.
Unternehmen können Kostenstrukturen nachhaltig verbessern, Innovationszyklen beschleunigen und neue Geschäftsmodelle schneller skalieren. Sie gewinnen nicht nur Effizienz, sondern vor allem Geschwindigkeit und Differenzierung.
Für Führungskräfte liegt darin ein klarer Auftrag, IT und ihre Steuerung fest in der Unternehmensstrategie zu verankern. Entscheidend ist nicht die Investition selbst, sondern die Fähigkeit, daraus systematisch Wertschöpfung zu entwickeln.
Tiefere Einblicke in das Thema bietet das Inverto-Magazin „Tech Sourcing Advantage“, das Interessierte hier herunterladen können: Inverto-Magazin „Tech Sourcing Advantage“
Über Inverto
Inverto ist eine der weltweit führenden Unternehmensberatungen für strategischen Einkauf und Supply-Chain-Management. Die Beratungsgesellschaft geht mit ihren Services weit über reines Kostenmanagement hinaus, um für ihre Kunden echten Mehrwert und Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Inverto transformiert Einkaufs- und Lieferkettenfunktionen, fördert Innovation, Resilienz und Nachhaltigkeit und ermöglicht damit langfristigen Erfolg.
Als Tochter der Boston Consulting Group (BCG) erweitert Inverto das umfangreiche Leistungsangebot von BCG mit einer breiten Palette Lösungen zur Optimierung des Einkaufs. Inverto beschäftigt derzeit mehr als 700 Expert:innen auf drei Kontinenten. Zu den Kunden zählen weltweit bekannte Marken aus allen Branchen sowie führende Private-Equity-Firmen.