Hautgesundheit

Tschüss, Pickel: wann Hilfe wichtig wird

Pickel gehören zum Leben – aber nicht immer verschwinden sie von alleine wieder. Wo die Grenze zwischen kosmetischem Ärgernis und echter Akne verläuft und was dann hilft, lässt sich mit ärztlicher Unterstützung klären.

Katharina Lehmann
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Pickel und Mitesser sind zunächst normal, vor allem in der Pubertät: Bis zu 80 Prozent der Jugendlichen leiden zumindest zeitweise unter unreiner Haut. Und auch bei so manchem Erwachsenen treten die roten Pusteln mehr oder weniger regelmäßig auf. Medizinisch relevant wird Akne allerdings, wenn Entzündungen häufig auftreten, sich auf Rücken oder Brust ausbreiten, Narben drohen oder die seelische Belastung steigt. Dann ist der Hausarzt eine sinnvolle erste Anlaufstelle – auch um andere Hauterkrankungen auszuschließen und früh gegenzusteuern.

Mit dem Hautarzt die passende Therapie finden

Der Hausarzt beurteilt Schweregrad und Verteilung der Hautveränderungen und entscheidet, ob eine Basistherapie genügt oder ein Hautarzt hinzugezogen werden sollte. Bewährt haben sich äußerlich anwendbare Wirkstoffe wie Benzoylperoxid, topische Retinoide und bei Bedarf Antibiotika, bei schwerer Akne auch innerlich wirksame Medikamente wie Isotretinoin oder systemische Antibiotika. Leitlinien empfehlen je nach Ausprägung Kombinationstherapien, um Entzündungen zu reduzieren, das Bakterienwachstum zu bremsen und verstopfte Poren zu öffnen. Auch Betroffene selbst können viel tun: Eine milde, regelmäßige Reinigung ohne aggressives Schrubben, nicht komedogene Pflegeprodukte, also Reiniger und Cremes, die die Poren nicht verstopfen und damit das Entstehen von Mitessern begünstigen, und konsequenter Sonnenschutz unterstützen die Behandlung. Wichtig ist, Pickel nicht auszudrücken, da das Entzündungen und Narben fördert. Wer Rauchen meidet, auf ausgewogene Ernährung achtet und Stress reduziert, tut zusätzlich etwas für die Haut – auch wenn „Wunderdiäten“ wissenschaftlich nicht belegt sind. Entscheidend ist: Je früher professionelle Hilfe gesucht wird, desto besser lassen sich Narben und langfristige Folgen vermeiden – und das Hautbild wieder in Balance bringen.

Erschienen Dezember 2025 in Unsere Gesundheit

Rund 20 % der Erwachsenen leiden unter Akne.