Gesundheitliche Auszeit

Besser Kraft tanken

Ob Kurzurlaub, Kur oder Sabbatical: Wer bewusst abschaltet, stärkt das Wohlbefinden. Entscheidend sind die passende Form und ein Plan für danach.

Jens Bartels
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Eine 2025 im „Journal of Applied Psychology“ veröffentlichte Metaanalyse von 32 Studien zeigt: Urlaub hebt das Wohlbefinden spürbar, und die Effekte sind oft tiefer und nachhaltiger als lange angenommen. Besonders stark ist die Wirkung, wenn Menschen im Urlaub tatsächlich mental auf Distanz zur Arbeit gehen. Neben Entspannung zählen auch aktive Faktoren, so zum Beispiel Bewegung oder das Gefühl, den Tagesrhythmus selbst zu steuern. Interessant: Ein längerer Urlaub ist nicht automatisch ein besserer Urlaub. Wichtiger sind Qualität und konsequentes Abschalten. Auch das Verhalten nach der Rückkehr entscheidet mit. Wer die ersten Arbeitstage entschlackt, Termine bündelt und Mails in Portionen abarbeitet, verhindert, dass der Erholungseffekt sofort verpufft. Gute Basisroutinen wie Schlaf, leichte Aktivität und eine richtige Ernährung verlängern den Gewinn, auch zu Hause.

Wege zur nachhaltigen Erholung

Neben einem Urlaub gibt es viele weitere Instrumente für gesundheitsfördernde Auszeiten. Reha-Maßnahmen zielen nach Erkrankungen oder Operationen auf die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit und sind medizinisch eng geführt. Kuren setzen heute früher an: Sie stärken Prävention und Gesundheitserhalt, häufig mit Bewegung, Anwendungen und strukturierten Tagesplänen. Dazwischen liegen flexible Modelle, die immer weiter an Bedeutung gewinnen. Ein Beispiel wäre ein Sabbatical als längerer Reset oder ein Bildungsurlaub, der Abstand schafft und gleichzeitig Wissen vermittelt. Auch Coachings können hilfreich sein, um neue Routinen aufzubauen, Entscheidend ist die Passung: Wer Erschöpfung spürt, braucht zuerst Ruhe und Rhythmus. Wer vorbeugen will, kombiniert Erholung mit Training. Auch kurze Formate wirken. Präventionskurse oder ein strukturiertes „Digital-Detox“ können den Körper spürbar aus dem Stressmodus holen.

Erschienen April 2026 in Unsere Gesundheit